Die Eigenproduktion des Paul-Theater Ensembles geht in die heiße Probenphase – Karten erhältlich

Ein Freitagnachmittag im Lehrerzimmer eines Gymnasiums. Sechs Lehrkräfte freuen sich bereits auf das Wochenende, bekommen aber noch überraschenden Besuch von einer Mutter, die wild entschlossen ist, die gefährdete Abi-Zulassung ihres Sohnes zur Diskussion zu stellen. Was als unangenehmes Gespräch beginnt, nimmt jedoch eine unerwartete Wendung – und plötzlich sitzt das Kollegium fest, in einer sehr ungewöhnlichen und hitzigen Zeugniskonferenz.

Die Lehrkräfte stehen unter Druck und nun geht es nicht mehr nur um Noten, sondern auch um persönliche Befindlichkeiten. Die Schülermutter nimmt die Lehrerkollegen als Geiseln und erwartet eine Klärung innerhalb einer Stunde. Die vorgegebene Stunde wird für Diskussionen und Streit über fast alles genutzt. Um den betroffenen Schüler geht es dabei allerdings streckenweise nur am Rande. Vielmehr geht es um das Hoheitsrecht bei den Lehrerparkplätzen oder ob sich der Sportlehrer tatsächlich an seine Schülerinnen heranmacht. Nebenbei werden die Unterrichtsmethoden einzelner Kollegen unter die Lupe genommen. Zwischen Filterkaffee und unkorrigierten Hausarbeiten wird mit viel Sarkasmus und Emotion alte Schmutzwäsche gewaschen, es kommt sogar zu kleinen Handgreiflichkeiten.

Jan Weiler hat diese Geschichte 2017 als Hörspiel für den WDR geschrieben. Das Reizvolle an diesem Plot, sagt Weiler, sei die Tatsache, dass sich die Handlung auf einen Raum beschränkt und deshalb ein Gesellschaftsbild im Kleinen entsteht. Das Ensemble des Paul-Theaters sorgt für einen Theaterabend voller überraschender Dynamiken, Humor und Reibung.

Der Vorverkauf für die Veranstaltungen am 6., 7., 13., 14., 20. und 21. November ist bereits in Gange. Karten können über okticket oder den Kundenservice der Mediengruppe Attenkofer, Telefon 09421/940-6700, erworben werden.

Quelle: Straubinger Tagblatt, 8. September 2026 · Fotos: Paul-Theater

Impressionen aus der heißen Probenphase